Hier geht's um meine zwei Leidenschaften: Quilten und Garteln

Unsere Bassena 365er Challenge

Posts mit dem Label Häuser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Häuser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. Dezember 2016

Eine Stadt in den Sternen

Es steht wohl in den Sternen geschrieben, wann ich endlich einmal einer quiltigen Versuchung widerstehen werde können.

Diesmal war es eine Stadt in den Sternen, un village dans les étoiles, die mich schwach werden ließ.
Genaugenommen war es der Lone Star, der den Ausshlag gab.
Ich glaube, dass es allen gleich geht, die sich mit Patchwork zu beschäftigen beginnen. Man sieht so viele Quilts, Muster und Techniken und denkt sich, dies und das und jenes, etc., etc., will/muss ich unbedingt mal ausprobieren.
Zumindest war es bei mir so. Doch im Laufe der Jahrzehnte, die ich mich nun mit diesem schönsten aller Hobbies beschäftige, hab ich auch vieles wieder verworfen.
Aber der Lone Star ist immer gebleiben. Ich hab auch immer wieder Quilts mit diesem imposanten Sternenmuster gesehen, doch keiner hat mich wirklich zum Nachnähen animiert.

Aber alles im Leben braucht wohl seine Zeit und dann war da plötzlich diese Stadt in den Sternen. Vielleicht war es die Kombination mit den Häusern, das Farbschema, oder auch die Tatsache, dass es eine sofort verfügbare pdf-Datei war, ich weiß es nicht, irgendwie war ich auf einmal schon beim Stoffe zusammensuchen und das Muster auszudrucken.

Ich wusste ja, dass der Lone Star dank einer Schnellschenidetechnik relativ leicht zu nähen ist, aber wie schnell man tatsächlich zu deutlich sichtbaren Ergebnissen kommt, hat mich dann doch noch mal erstaunt.

Die Häuser werden wohl deutlich länger brauchen.
Doch auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, geschweige denn eine Stadt in den Sternen . . . .



Sonntag, 27. September 2015

House on the Hill und ein bisserl Philosophie

Heute erlaub ich mir ein paar philosophische Gedanken zum Thema Ordnung (Nicht zuletzt deshalb weil ich erst vor zwei Tagen verzweifelt ein bereits fertig vorbereitetes Binding gesucht hab).
Es ist Sonntag morgens, sehr zeitig und einfach noch zu dunkel um schon durch den Garten zu wandern.
Der Kaffee dampft im Häferl, wie bitteschön, sollte man da nicht philosophisch werden.

Also, zum (für mich) leidigen Thema Ordnung.
Ich möchte vorausschicken, dass ich wirklich all jene bewundere, die jedes kleine Stoffresterl gleich in entsprechend akkurate Streifen oder Quadrate schneiden und selbige dann penibel nach Farben und Größen in gut stapelbaren Plastikboxen verstauen. Vom eigentlichen Stoffvorrat ganz zu schweigen. Wenn dann auch noch an mehreren Projekten gleichzeitig gearbeitet werden sollte, weil solche Menschen fangen meist etwas an und machen es in einem Rutsch fertig, bevor sie was Neues beginnen, dann sind diese auch entsprechend zusammengepackt und geschlichtet (Vorlage, Stoff, bereits fertige Teile) archiviert.

Also, ich wiederhole es gern nochmals ausdrücklich: Chapeau, Herrschaften !

Nur bei mir läuft es ganz anders. Ich liebe Schachteln. Und Körbe. Und Holzkisterln. Je mehr davon umso besser.
Je höher sie gestapelt sind desto besser. Und die Schachteln bitteschön aus buntem Karton, vorzugsweise mit Punkten und Blumenranken. Ich hasse durchsichtige Plastikboxen.
Und dann brauch ich noch jede Menge Schubladen und Schränke. Da verschwindet dann der Rest.

Natürlich verstaue auch ich alles, was zu einem Projekt gehört, zusammen in einer Schachtel, einem Korb, etc, etc . . . .
Anfangs zumindest.
Ich kann ja viel, aber nur bei einem Projekt dabeibleiben, das kann ich nicht. Dazu sind die Versuchungen und Verlockungen durch neue Projekte aus den Quiltzeitschriften und -büchern einfach zu groß.
Tja und da nehm ich mir dann schon mal einen Stoff von einem früheren Projekt, für das gerade aktuelle. Wenn ich es dann für's erste nicht mehr brauche, verschwindet es in einer Lade. Oder Kasten.

Und ein weiteres unbestreitbares Talent von mir ist Türme zu bauen. Türme aus Vorlagen, ausgedruckten Mustern, Bildern und Schablonen. Weil manchmal passen die halt nicht in die entsprechende Schachtel. Diese Papierstöße schlichte ich gerne auch immer wieder mal um und sobald Einsturzgefahr besteht, dann wandert der Stapel, erraten, in eine Schublade oder Kastenfach.

Und nun kommt's. Ich hör schon alle Ordnungsfanatiker 'Jaja, na klar, nie und nimmer !' rufen, aaaaaaber, solange dieses, mein Ablagesystem nicht grundlegend verändert wird, finde ich alles wieder.
Nur manchmal, wenn, weil z. B. wichtiger Besuch oder Weihnachten ansteht, diese Ordung rigoros verändert wird, ich sozusagen aufräume, dann wird's schwierig. Echt schwierig. Ich finde nix mehr.
Und dann muss ich suchen und suchen und suchen.
Und dann finde ich Stoffe, Vorlagen und Projekte aus längst vergangenen Zeiten. Und damit mein ich wirklich längst vergangen. Jahre, Jahrzehnte. Ja, ich geb's offen zu. Aber keine Sorge, ich verkneif mir philosophische Gedanken zum Thema 'Fertigmachen' vorerst einmal, denn sonst nimmt dieser Post gar kein Ende mehr.


Und so ist's mir diesem kleinen Quilt 'House on the Hill' gegangen. Er stammt aus der Zeit als ich das Internet entdeckte. Also aus den Neunzigern. Irgendwann steckte ich ihn in ein kleines Seegraskörbchen und im Laufe diverser Aufräumaktionen rutsche es immer tiefer und weiter nach hinten.
Und als ich nun vor einiger Zeit etwas gesucht habe (Nein, nicht das Binding), hab ich dieses Schachterl hervorgefischt und reingeschaut. Und mich gefreut. Denn mir gefiel das was ich bisher zusammengenäht hatte noch immer. Motiv, Farben, Stoffe.




Also hab ich ihn nun fertig genäht.
Das hatte er sich nach all den Jahren verdient. Lustig war für mich auch zu sehen, wie ich damals appliziert hatte und wie großzügig ich damals mit der Genauigkeit umgegangen bin. Also gut, Millimeterfuchserin bin ich bis heute keine, aber es ist doch deutlich besser geworden. Schon deshalb sind so alte Projekte immer noch spannend für mich.

Ich hab auch lange überlegt, wie ich ihn quilten sollte. Spontan wollte ich ihn mit der Hand quilten.
Aber es sollte mein 'House on the Hill' nicht wieder für die nächsten zwanzig Jahre im Seegraskörbchen verschwinden. Daher hab ich mich für ein leicht krakeliges Quilten mit diversen Zierstichen entschieden, so fallen manche Ungenauigkeiten nicht ganz so auf und es passt zum Rest.

Und das kleine, nun leere Seegrasschachterl heb ich erst mal auf, man weiß ja nie, wann ich es wieder brauchen werde . . . . .




Freitag, 25. September 2015

Home is Best

Heute reicht definitiv ein Wort aus: Fertig !!!!!

Home is Best, und am allerbesten ist es, wenn's fertig ist :)

Donnerstag, 24. September 2015

Fast schon ein Quilt-Retreat

Nachdem die handwerklichen Fähigkeiten des besten Ehemanns von allen diesmal für die neue Küche unserer Tochter gebraucht werden, bleibt mir eine volle Urlaubswoche für mich allein.
Und da war für mich gleich klar, dass ich jeden Tag ausgiebigst quilten werde. Das bisserl Haus- und Gartenarbeit wird einfach nebenher erledigt.

Und damit ich nicht auf die Idee komme, wieder etliches neues anzufangen, hab ich beschlossen, meinen Retreat ausschließlich dem Weiterführen oder Fertigmachen diverser Projekte zu widmen.

Blöcke 13, 14, 15

Als erstes hab ich die fehlenden sechs Blöcke des Sampler du Mardi von Quiltmania nachgenäht. Ich
Blöcke 16, 17, 18


war überrascht, dass es ganze sechs Blöcke waren, die mir gefehlt haben. Aber nun hab ich sie gestern und heute nachgenäht. Und bitte schön, hier also die Beweisfotos.


 Als nächstes Projekt war dann 'Home is best' dran. Siehe auch meinen Post: Das beste Mittel gegen Gelsenstiche Das hab ich am Beginn des Sommers angefangen, weil ich es während des Sommers eigentlich schon aufhängen wollte. Doch auch dieses Vorhaben fiel der Hitzewelle zum Opfer, zumal auch die Gelsen offenbar mich dann weniger gestochen haben. Denen war wohl auch zu heiß ;)

Home ist Best, Anfangsstadium


 So war die Ausgangslage und jetzt ist immerhin schon das Top fertig. ich werde mich nun ans Sandwichen und Quilten machen.
Zumal ich auch das vorbereitete Binding wieder gefunden hab, dass ich seinerzeit so gut weggeräumt habe, damit ich es dann, sobald ich es brauche, auch gleich zur Hand habe.
Was mich nur wieder in meiner Ansicht bestätigt, dass penible Ordnung eindeutig überbewertet wird :)
Home is Best, fertiges Top

Dienstag, 7. Juli 2015

Das beste Mittel gegen Gelsenstiche ?

Ganz einfach: Applizieren !!!!!

Home is Best, die ersten Teile fertig zum applizieren
Da bei uns schon seit ein paar Tagen eine Hitzewelle tobt, sind wohl die Gelsen besonders (blut)durstig. Und seit ich denken kann, bin ich eines ihrer bevorzugten Opfer.
Sie finden mich immer und
überall :(

Daher bin ich wieder einmal übersät mit Gelsenstichen, was an sich schon schlimm genug wäre, aber sie jucken auch noch höllisch. Und wenn ich erst mal zu
kratzen beginne . . . . .
Also was tun um sich abzulenken und wie die Hände beschäftigen ?

Perfekte Abhilfe fand ich bei Norma Whaley.
Diesem Wandquilt hier konnte ich einfach nicht widerstehen: Home is Best

Der beste Ehemann von allen würde sagen: "Ausrede verlass mich nicht !"
Ich sage: "Das hab ich mir verdient !"



Freitag, 22. Mai 2015

Building Houses

Bei uns hier in Wien gibt es ja momentan nur ein das gesamte öffentliche Leben bestimmendes Ereignis, den European Song Contest. Man kommt an keiner Ecke zu keiner Minute des Tages dran vorbei.
Und überall stolpert man über das Motto: Building Brigdes. Von nahezu jeder Fernseh- und Radiosendung bis hin zu den entsprechend gestalteten Straßenbahnen. Immer wieder hört und sieht man es.
Nun bin ich persönlich ja nicht der ganz große ESC -Fan. Zum überwiegenden Teil ist es nicht meine Musik, dann dauert es ewig bis sich die jahrzehntelang bestehenden Allianzen ihre Punkte zugeschoben haben. Und vorallem musste man sich ja schon des öfteren für den Österreichischen Beitrag sowieso in Grund und Boden schämen.

Aber Dank Conchita ist ja nun alles anders und daher will ich auch mal nicht so sein und mich zumindest ein bisschen an den ESC anlehnen. Allerdings hab ich das Motto ein bisserl abgewandelt in: Building Houses.

Ich hab schon vor einigen Monaten einmal begonnen aus Klein- und Kleinstresten Häuser-Blöcke von 3" Größe zu nähen. Ich weiß, dass der Hype um diese Minihauserln schon wieder vorbei ist, doch darum hab ich mich noch nie gekümmert und das Schönste an traditionellen Blöcken und Quilts ist ja, dass sie nie unmodern werden.
Vor kurzem fielen mir also diese paar Häuschen, die ich schon genäht hatte, wieder in die Hand und spntan hab ich begonnen weiter zu machen.
Eben nicht Building Bridges, sondern Building Houses.

Die ersten Versuche

Baustelle und Baumaterial


Und ganz schnell hab ich merken müssen, dass diese Winzlinge ein enormes Suchtpotential beinhalten. Also rasch die Gläser mit den Stoffresten ausgeleert und Haus um Haus genäht. Ganz nach dem Motto: Wenn ich nur aufhören könnt, aufhören könnt . . . .  ;)



Die ersten zwanzig Häuschen
Es hat nicht lang gedauert, da hatte ich zwanzig Häuschen fertig und hab mir Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Häuschen zusammennähen sollte. Ich hab auf Building Houses from Scraps nachgeschaut und da hab ich gesehen, dass das Binding ein regelmäßiges Muster hat.
Blieb nur mehr die Frage nach der Farbe, denn Schwarz wollte ich nicht. Nach kurzem Überlegen fand sich denn ein ausrangiertes Hemd des besten Ehemanns von allen mit einem dünnen Streifenmuster und für die Sashingquadrate hab ich mir dann einen Stoff gesucht, den ich fussy cut schneiden konnte, um für die Mitte einen Punkt zu erhalten.
Dann hab ich meine zwanzig Hauserln einmal zusammengenäht um einen ersten Eindruck zu erhalten und, ja, ich werde definitiv weiterbauen !